"Kauf
einen
jungen
Hund
und
du
wirst
für
dein
Geld
wild
entschlossene
Liebe
bekommen.!

Rudyard. Kipling

 

Kaschi - Ein kleiner Grieche erobert seine Welt.

Wenn ein neuer Hund, dann aus dem Tierschutz! Das war von vorne herein für Familie Schwaninger klar.
Also machten sie sich auf und schauten sich bein den örtlichen privaten Tierschutzvereinen um
und fanden "Ihren Hund" nach kurzer Zeit.

Ein Mischlingswelpe aus Griechenland hatte ihr Herz innerhalb eines Augenblicks erobert,
vor allem das des weiblichen Familienoberhauptes.
Ihr Mann machte zur Bedingungen, dass kein allzu großer Hund angeschafft würde. Die Familie entschied sich also für den Kleinen
und so zog Kaschi kurz darauf ein und nach einer Woche Eingewöhungeszeit kamen sie zur Welpenerziehung zur Hundeschule.
Zu ihrem großen Erstaunen teilte ich Ihnen mit, dass der "Kleine" wohl noch ein ganzes Stück über den Rand des Erwarteteten hinaus wachsen würde.

Je älter Kaschi wurde, desto mehr zeigte sich, das er ein sogenannter "Spätentwickler" war.
An körperlicher Größe überholte er schnell die anderen Welpen seines Alters um Längen, innerlich allerdings stand er weit hinter seinen Altersgenossen zurück. Was andere Welpen schnell als selbstverständlich aufnahmen und verarbeiten konnten, stellt ihn so manches Mal vor ein grosses Hindernis.Unsicher und etwas ängstlich beäugte er seine Umwelt und zeigte dann Übersprungshandlungen, da er nicht recht wusste wie er mit der Situation umgehen sollte.

Was genau er in seinen ersten Lebenswochen erlebt hatte, vom Transport nach Deutschland bis zum Einzug bei der Familie Schwaninger liegt bis heute im Dunkeln. Fakt ist, dass sich sicherlich einige für den Welpen schwer zu verarbeiteten Dinge und Situationen genau in den prägungs- und lernintensiven Phasen ereignet hatten.

Aber Frau Schwaninger war fest entschlossen, ihrem neuen Freund die Zeit des Lernens und Verstehens zu geben,
Geduld und Verständnis selbst dann aufzubringen, wenn das Verhalten von Kaschi sie wieder einmal vor ein Rätsel stellt und an ihren Nerven zu nagen begann. "Gemeinsam sind wir stark" war ihre Devise.  So machte sie sich daran, genauso viel zu lernen wir ihr Hund.

Warum verhält er sich jetzt so?
Wie kann ich damit umgehen?
Sie lernte vorausschauend mit ihrem Hund unterwegs zu sein, Situationen im Vorfeld zu überdenken und dann überlegt zu handeln.

Nicht zu verschweigen sind die Diskussionen zwischen den Eheleuten, da ihr Mann nicht ganz so viel Verständnis in manchen Situationen mit Kaschi aufbrachte. Sie lernte, trainierte mit ihrem Vierbeiner und leistete Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu Hause.

In der Zwischenzeit wurde aus dem Welpen ein beachtlicher Junghund, der sein Erbe der Deutschen Dogge weder im Wesen noch im Aussehen leugnen kann. Auch die letztlich enorme Größe wurde zum Diskussionspunkt zwischen den Eheleuten. Schließlich schaffte Frau Schwaninger es aber doch, alle Parteien zu vereinen und Verständnis für das manchmal ängstliche Verhalten von Kaschi bei ihrem Mann zu wecken. Denn eines war für sie immer klar: Aufgeben kam gar nicht in Frage! Weggeben würde sie ihren Kaschi nicht, egal was kam!

So trainierte und managte sie weiter und mittlerweile hat Kaschi gelernt, dass er sich in Situationen, die ihn unsicher machen, an seine Menschen wenden kann und dort Rückhalt findet. Man kann jetzt im Alter von 2 1/2 Jahre zusehen, wie er immer schneller und besser mit seiner Umwelt zurecht kommt und einen heiden Spaß daran hat, mit Nadine (Tochter der Familie, 8 Jahre) über die Wiese zu toben und seine Jugend zu genießen, spazieren zu gehen und mit seinem Frauchen neu Dinge zu erlernen.