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| Quarz |
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Hier möchte ich
Ihnen die Geschichte meines Schäferhundes Quarz erzählen. Ein namenhafter Hundetrainer, bei dem ich ein Wochenendseminar besuchte, sagte mir zu Anfang, ich sollte die Finger von diesem Hund lassen, er würde mich beissen und wäre äußerst unberechenbar. Gott sei Dank hörte ich nicht auf ihn. Sein Herrchen war gestorben und so kamen wir zusammen. Er war ein stolzer Hund, wusste, was er auf dem Kasten hatte und für viele Leute war er sehr beeindruckend allein durch seine blose Anwesenheit. Leider hatten wir nur vier gemeinsame Jahre, denn mit seiner Gesundheit stand es alles andere als gut. Heftige Arthrose griff ihn immer wieder gesundheitlich so stark an, dass selbst stärkste Schmerzmedikamente zum Schluss keine Wirkung mehr zeigten. Aber er war tapfer. Mir brach es oft fast das Herz zu sehen, wie er versuchte durchzuhalten. Dann baute auch seine Muskulatur derart ab, dass wir um die Entscheidung des Einschläferns eines Tages nicht mehr umhin kamen ohne ihn leiden zu lassen. So kam also der Tag X, vor dem jedem Hundebesitzer graut. Die Frage, wo er eingeschläfert werden sollte, stellte sich nie. Niemals würde ich meinen Freund in der Tierarztpraxis einschläfern lassen. Der Gang zum Tierarzt ist für jeden Vierbeiner verbunden mit der Erfahrung der Untersuchung und evtl. Schmerzen. In solch einer Stimmung möchte ich mich nicht von meinem Hund verabschieden. Quarz schlief daheim in seinem gewohnten Umfeld und seinen bekannten Tieren und Menschen friedlich ein. Alle waren bei ihm und konnten in Ruhe von ihm Abschied nehmen. Eine Kundin hat mir ein Gedicht
zugesandt: (Antoine de Saint-Exupéry) Ein schöner Gedanke. Oft stehe ich abends beim Gassi gehen da und blicke die Sterne an und erinnere mich an unsere gemeinsame Zeit. Diese Geschichte ist meinem Freund und Lehrer Quarz gewidmet, der mich lehrte auf mein Herz zu hören und Hunde nicht nur mit den Augen zu sehen. Ich schenkte ihm mein Vertrauen, er mir seine Freundschaft. |
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